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Presse

Operette unterm Hakenkreuz- Die Leichte Muse und das Dritte Reich (am 19.02.2005 geschrieben von philipp bormann)

Tagung der Staatsoperette Dresden in Zusammenarbeit mit dem Archiv der AdK Berlin, 29. April bis 1. Mai 2005, Internationales Congress Center Dresden



Die „Operette“ der 1920er Jahre, die sich von Berlin und Wien aus die Welt eroberte und in einem Atemzug mit dem Broadway und Hollywood genannt werden konnte, erlebt seit kurzem ein erstaunliches Revival. Sie wird von Wissenschaftlern erstmals als essentieller Bestandteil der Kultur der Weimarer Republik gesehen und erforscht, als Teil jenes politisch und kulturell explosiven Zeitraums von 1918 bis 1932. Teil der Forschung ist die Frage: Wie konnte die aktuelle, intelligente, austrojudäische Kunstform Operette nach 1933 so spurlos verschwinden? Und wie verhält sich das, was nach 1933 als „Operette“ galt, zu dem, was vorher war? – Dieser Frage will sich die Staatsoperette Dresden vom 29. April bis 1. Mai mit der Tagung „Operette unterm Hakenkreuz“ stellen. In Form von Vorträgen, Lesungen, Diskussionsrunden mit modernen Operettenregisseuren und Gesprächskonzerten mit Zeitzeugen soll das Problem „Operette vor und nach 1933“ umrissen werden. Mit Vorführungen von historischen Operettenfilmen sowie der Präsentation von Tondokumenten wird zudem praktisch demonstriert, was mit der Operette unterm Hakenkreuz genau geschah und wie die Nationalsozialisten sie für ihre Zwecke instrumentalisierten. Aber auch: Welch reiche Kultur sie zerstörten. Es wird eine Entdeckungsreise – zu der wir herzlich einladen! Weitere Informationen und Anmeldung: Staatsoperette Dresden | Pirnaer Landstraße 131 | 01257 Dresden | Tel.: +49 (0) 351/ 207 99 29
Konzeption und inhaltliche Vorbereitung der Tagung: Carin Marquardt und Kevin Clarke
Projektmanagement: Philipp Bormann

NEUERSCHEINUNG (am 16.02.2005 geschrieben von webmaster)

NEUERSCHEINUNG:


Klaus-Ove Kahrmann (Hrsg.): FEUERVOGEL – FIREBIRD. Das Prinzip Werkstatt als Grundlage integrativer ästhetischer Erziehung; Band 2 der Bielefelder Schriften zur Ästhetischen Erziehung; Bielefeld 2004. Das Buch gibt es in englischer und deutscher Sprache mit eingelegter DVD. ‚Feuervogel’ ist ein gutes Motto für eine ästhetische Werkstatt. Zum einen erahnt man kräftige Dynamik und Leichtigkeit, zum anderen ist der Phönix aus der Asche sofort präsent, als Symbolwesen für den sich ständig erneuernden gestalterischen Prozess. In diesem zweiten Band der Schriftenreihe PENDULUM werden die internationalen Werkstätten der Abteilung Kunst & Musik an der Universität Bielefeld vorgestellt. Seit mehreren Jahren wird dort das Prinzip Werkstatt als Arbeitsform erprobt, mit dem Ziel, neue Formen von Kreativität und Selbstorganisation für den Bildungs- und Erziehungsprozeß zu entwickeln. Seitdem die Schulszene in Deutschland aufgrund massiver Probleme und schlechten Abschneidens bei internationalen Vergleichen in die Kritik geraten ist, gibt es an vielen Stellen Versuche und Erprobungen zur Reform des Erziehungs- und Bildungssystems. Die Aktivitäten um das Prinzip Werkstatt, wie sie in Bielefeld ablaufen, zählen mit zu diesen innovativen Modellen. Das Prinzip Werkstatt ist weit mehr als ein neues Verfahren im Musik- oder Kunstunterricht. Es stellt eine bisher ungewohnte, sehr effektive und vielseitig ansprechende Form des Wissenserwerbs und der Kommunikation dar, die in allen Fächern und Institutionen Gültigkeit hat. Es verkörpert eine Haltung und eine Methode, die an die jedem Menschen innewohnende Neugier und seinen Forschungsdrang appelliert. Selbstorganisation und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt dieses Prinzips. Wahrnehmen, Denken und Handeln als Einheit führen, konsequent angewendet, zu zügigem und nachhaltigem Lernen nicht nur von Fakten, sondern auch von Strukturen, Kommunikationsformen und sozialen Interaktionen. Die Spiegelungen der Werkstattaktivitäten in diesem Buch dienen dazu, das Prinzip Werkstatt aus grundsätzlicher Perspektive zu reflektieren, um daraus Schlüsse für die Ästhetische Erziehung, so wie sie heute an der Schule und in der außerschulischen Jugendbildung leider viel zu selten ist, zu ziehen. ‚Feuervogel’ ist eine Ermutigung, ungewöhnliche und die formale Enge bestehender Systeme durchbrechende Wege zu gehen, etwas zu wagen, experimentelle Kreativität anzuerkennen und anzuwenden. Ästhetische Erziehung wird hier integrativ versucht, also in der Verbindung der Sinne und des zirkulären Verständnisses von ästhetischen Prozessen. Die oft sehr genauen Schilderungen des Werkstattgeschehens regen an, ähnliches an anderen Orten zu versuchen. Damit diese Beispiele möglichst konkret sind, ist dem Buch eine DVD beigefügt, auf der viele Bild- und Filmbeispiele sowie musikalische Präsentationen zu finden sind. Rezepte wird man allerdings hier nicht zu finden; man sollte sich hineinlesen, hineinsehen und -hören, um dann zu die eigene Ideenproduktion in Gang zu setzen und zum eigenständigen gestalterischen Tun zu gelangen.

Neues Studienprogramm in Istanbul (am 15.02.2005 geschrieben von Peter Bendixen)

Die >Avrupa Kültür Derneði (European Cultural Association)< in Istanbul hat in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Austrian Cultural Forum, L’institut Français d’Istanbul, dem British Council sowie dem Generalkonsulat der Niederlandes ein Studienprogramm in Kulturmanagement aufgelegt, das mit konsekutiven Blockveranstaltungen im Februar 2005 beginnt und bis Mai dauern soll. Unterrichtssprache ist Türkisch und Englisch. Peter Bendixen wird vom 1. bis 3. April zwei Kompaktseminare zu den Themen „Arts and Business“ und „Cultural Tourism“ halten.



Der Traum vom Wohlstand der Nationen (am 31.01.2005 geschrieben von Peter Bendixen)

Der schottische Nationalökonom Adam Smith (1723 -1790) gilt als der Begründer der modernen Nationalökonomie. 1776 erschien sein Buch "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations". Er beschreibt darin, wie der Eigennutz des Einzelnen, die Arbeitsteilung und vor allem der Markt als "unsichtbare Hand" für die optimale Nutzung von Ressourcen und das Wohlergehen aller sorgt.

Dem Autor geht es aber weder um Adam Smith als historische Figur, noch eigentlich um dessen Denken. Es geht um eine Kritik an jenem Denken, das sich - einseitig - auf Adam Smith beruft. Beim Versuch, Wirtschaft als Teil der Kultur zu begreifen, stützt sich der Autor auf den Moralisten und Philosophen Adam Smith, der meistens vergessen wird. Die Verengungen einer theorielosen und reflexionsarmen Wirtschaftswissenschaft werden im Rückgriff auf Klassiker einer genauen Kritik unterzogen. Ökonomische Rationalität ist nicht universal und wirtschaftliches Denken ist nicht (ausschließlich) rational - auf diese Formel ließe sich die Aussage dieses Buches bringen. Als Teil der Kultur ist wirtschaftliches Denken und Handeln nicht nur kulturell bedingt, sondern auch veränderbar.

Der Autor: Peter Bendixen ist Professor em. der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik und Gründungsmitglied der „Hohe Warte Privatuniversität für Wirtschaft und Ethik“ in Wien.

WUV (Facultas) Verlag Wien, ca. 350 Seiten, EUR 29 ISBN 3-85114-887-8, erscheint im März 2005

Aus der Verlagsankündigung Januar 2005.
WUV Universitätsverlag
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